Fleißner-Schablone

Die Fleißner-Schablone (auch Fleißnersche Tabelle genannt) wurde von den österreichischen Oberst Eduard Fleißner von Wostrowitz 1881 in seinem Aufsatz „Neue Patronengeheimschrift“ veröffentlicht. Eine 6×6-Fleißner-Schablone erlaubt 49 = 262.144 verschiedene Anordnungen der neun Löcher. Das ist eine sehr geringe Schlüsselmenge – mit einem Computer kann man die verschiedenen möglichen Schlüssel sehr schnell durchprobieren. Mit einer 8×8-Schablone …

Fleißner-Schablone Weiterlesen »

Gartenzaun-Verschlüsselung

Die Gartenzaun-Verschlüsselung ist eine Transpositions-Chiffre: Bei ihr werden nicht die Zeichen des Klartextes durch andere Zeichen ersetzt (Substitution), sondern die Position im Geheimtext vertauscht. Die Gartenzaun-Chiffre hat einen sehr kleinen Schlüsselraum: Die maximale Anzahl Zeilen, aus denen der „Gartenzaun“ aufgebaut wird, ist äußerst begrenzt. Daher kann man das Verfahren sehr leicht durch Ausprobieren brechen. Wenn …

Gartenzaun-Verschlüsselung Weiterlesen »

Freimaurercode

Die Freimaurerchiffre wurde im 18. Jahrhundert von Freimaurern, Mitgliedern von Geheimbünden, die auch „Logen“ genannt wurden, verwendet. Auf dem Friedhof der Trinity Chutch in New York findet sich eine damit verschlüsselte Inschrift auf dem Grabstein von James Leason, gestorben am 28.09.1794. In dieser Zeit wurden sogar komplette Bücher im Freimaurercode verfasst. Tatsächlich ist die Freimaurerchiffre …

Freimaurercode Weiterlesen »

Playfair

Die Playfair-Chiffre wurde 1854 von dem britischen Physiker Charles Wheatstone (1802-1875) entwickelt und kam im ersten und sogar noch im zweiten Weltkrieg zum Einsatz. Wheatstone war seit 1836 Mitglied der „Royal Society“, ist der Erfinder des ersten Nadeltelegrafen und entdeckte zeitgleich mit Werner von Siemens das „dynamoelektrische Prinzip“. Die Playfair-Chiffre als erste Substitutions-Chiffre für Bigramme …

Playfair Weiterlesen »

Four-Square-Chiffre

Die Four-Square-Chiffre wurde von Félix Marie Delastelle (1840 – 1902) entwickelt. Von ihm stammt übrigens auch die Bifid-Chiffre. Bei der Four-Square-Chiffre werden wie bei der Playfair-Chiffre Buchstabenpaare verschlüsselt. Durch die Verwendung von Buchstabenpaaren sind die Verschlüsselungen auch weniger anfällig für Attacken auf Basis von Häufigkeitsanalysen – sie sind möglich, aber viel schwieriger und man benötigt …

Four-Square-Chiffre Weiterlesen »

Flaggenalphabet

Das Flaggenalphabet wird zur optischen Nachrichtenübertragung auf See verwendet. Jedem Buchstaben des Alphabets wird eine Flagge zugeordnet, wobei jede Flagge sich aus unterschiedlichen bunten geometrischen Figuren zusammensetzt. So können im Notfall, wenn alle modernen Kommunikationswege ausgefallen sind, durch das Zeigen der Flaggen Nachrichten von Schiff zu Schiff übertragen werden. Daneben haben die Flaggen noch weitere …

Flaggenalphabet Weiterlesen »

Morsecode

Samuel Finley Breese Morse (1791–1872), ein amerikanischer Kunstmaler, entwickelte während einer Rückreise aus Europa im Jahr 1832 die Idee einer Nachrichtenübertragung mit elektrischem Strom und einem Elektromagneten. Seinen ersten elektrischen Telegrafen konstruierte er aus einem alten Spannrahmen für seine Leinwände, einem Elektromagneten und dem Federantrieb einer alten Uhr. Am 04.09.1837 gelang ihm damit die erste …

Morsecode Weiterlesen »

ASCII-Code

Computer „denken“ in Zahlen – Buchstaben und andere Zeichen muss man ihnen erst beibringen. Dazu benötigt man eine Kodierung, die jedem Buchstaben eine Zahl zuordnet – ähnlich dem Morse-Code, aber mit Zeichen fester Länge, damit der Computer sie einfacher verarbeiten kann. Damit alle Computer dieselbe Zeichenkodierung verwenden wurde 1963 der „Amerikanische Standard-Code für den Informationsaustausch“ …

ASCII-Code Weiterlesen »

B-Sprache

Die „B-Sprache“ ist eine Version verschiedener „Räubersprachen“, bei denen der Text durch das Einfügen von Buchstaben verfremdet wird. Wer die hinter den Einfügungen stehende Regel nicht kennt, wird den gesprochenen Räubersprachen-Text kaum verstehen. Mit Kenntnis der Regel und ein wenig Übung versteht man den Text jedoch sofort. Im zweiten Weltkrieg setzten die Amerikaner Navajo-Indianer als …

B-Sprache Weiterlesen »

Anagramme

Anagramme gibt es schon seit mehr als 2000 Jahren. Hinter einem Anagramm steckt eine Transpositions-Verschlüsselung. Bei Transpositions-Verschlüsselungen bleiben die Buchstaben eines Wortes unverändert, nur die Reihenfolge der Buchstaben wird so verändert, dass ein neues sinnvolles Wort entsteht, z.B. wird aus dem Wort AMPEL, das Anagramm LAMPE. Bei kurzen Wörtern ist das noch einfach, aber bei …

Anagramme Weiterlesen »